Sie muss passen wie ein guter Schuh und bequem sein wie eine Gesund- heitssandale. Die Mediendatenbank der L+L Lieferservice und Logistik GmbH vereint Birkenstock, sechs weitere Schuhmarken und andere Firmen unter einem Dach. Vom Designer bis zum Händler soll jeder darauf zugrei- fen. Was Männer und Frauen gleichermaßen vor dem heimischen Schuh- regal zur Verzweiflung bringen kann, würde einen hier ohne technische Unterstützung in den Wahnsinn treiben: Die Auswahl aus zehntausenden Paar Schuhen! Jede Schnalle, jede Farbnuance, die kleinste Prägung im Leder gehören dokumentiert. Welches Modell passt dafür am besten?
Von der Produktentwicklung bis zum Vertrieb ist Canto Cumulus heute das zentrale virtuelle Schuhregal, auf das über Internet sogar Händler direkten Zugriff haben. Im Grunde hätte eine Lösung „Out of the Box“ gereicht, doch die IT-Spezialisten der L+L Lieferservice und Logistik wollten Cumulus ihren Bedürfnissen immer weiter anpassen.
Zehntausende Produkte aus der Markenwelt von Birkenstock, Betula, Papillo und Co. sind in den Katalogen der Bilddatenbank Canto Cumulus auf Knopfdruck zu finden. Vom Produktentwickler über den Grafiker der Werbeagentur bis zum autorisierten Fachhändler findet jeder den passenden Schuh.
Ein Schuhhändler braucht zum Beispiel nur einen Internetanschluss. Über seinen Webbrowser bekommt er Zugang zu „L+L Public Photos“. Dahinter verbirgt sich Cantos Internet Client Pro.
Diese Implementierung von Canto Cumulus könnte man also ohne Übertreibung das größte und bequemste Schuhregal der Welt nennen. Virtuell.

Die L+L Lieferservice und Logistik GmbH ist Dienstleister von Birkenstock und seinen Lizenznehmern. Canto Cumulus ist die zentrale Datenbank für den Austausch von Bild- und anderen Mediendaten von der Produktentwicklung bis zur Vermarktung.
Man werfe ein paar Wochen lang seine Schuhe ungeordnet ins Regal und man bekommt eine leise Ahnung davon, was passiert, wenn über Jahre hinweg Bilder aus der Schuhproduktion ohne geordnete Ablage auskommen müssen. Kerstin Wilke von der Agentur Mediabunt gab deshalb den Anstoß zur Einführung eines Digital Asset Management-Systems (DAM):
„Die Bilder flogen in X Varianten durch die Gegend. Die L+L wusste: Da musste dringend Ordnung rein.“

Bequem sollen sie sein: die Sandalen der Marke Birkenstock wie hier im Bild und die Zugriffsmöglichkeiten auf die zentrale Bilddatenbank. Cumulus wurde konsequent in alle Unternehmensbereiche von der Entwicklung bis zum Vertrieb eingebunden.
Als Canto Vertriebspartner empfahl Mediabunt den Einstieg in die Welt von Cumulus. Die Software wurde dabei auch zu einem Instrument des Innovationsmanagements, das dem Unternehmen entscheidend geholfen hat, seine Markenstrategie umzusetzen.
„Sämtliche Abläufe wurden neu strukturiert. Cumulus hat sehr geholfen, die Organisation zu verbessern. Man kann sogar von einem kulturellen Wechsel sprechen“,
schätzt Frau Wilke ein. Heute ist Canto Cumulus wesentlicher Teil der gesamten Wertschöpfungskette. Es wird eingesetzt für:
„Cumulus ist anpassungsfähig, wie es bei keinem anderen Produkt möglich ist“,
betont Eckhard Thomas, zuständig für den EDV-Bereich der L+L. Mit seinem IT-Mitarbeiter Michael Klein hat er Cumulus implementiert und dabei neue Anwendungsbereiche erschlossen. So haben sie z.B. den Internet Client Pro selbst modifiziert, um Online- Bestellungen von gedruckten Produktkatalogen zu ermöglichen.
„Unser Ziel war ein zentrales Sammelbecken für die Bilddaten aller Marken“, sagt Eckhard Thomas und sein Kollege Michael Klein ergänzt: „Aber bekommen haben wir mit Cumulus weitaus mehr.“
Auf der Hausmesse im Sommer 2009 führten sie Händlern den ersten direkten Zugang zu Bilddaten der neuen Produkte vor.

Die Zahl der Datensätze steigt rasant. Zwei Jahre nach Einführung des Systems liegt das Volumen bei mehr als 1 Terrybyte und kann mit Cumulus weiter wachsen.
Beeindruckt waren auch die amerikanischen Partnerunternehmen, die spontan den Umstieg von MediaBin auf Cumulus als DAM-System beschlossen haben.
„Wir haben eine Public Photos-Anleitung geschrieben, mit der würde sogar Al Bundy, der Schuhverkäufer aus der US-Comedy- Serie, Cumulus verstehen“, scherzt Thomas.
Allein in Deutschland warten 6.000 Händler auf den Zugang zur Bilddatenbank. Sie alle können sich kostenlos am Cumulus Webserver anmelden und Produktansichten, Vorlagen für Anzeigen und aktuelle Kataloge herunterladen oder den Druck von aufwändigeren Werbemit- teln für das eigene Geschäft beauftragen.
„Der große Vorteil ist, dass wir unsere Corporate Design-Vorgaben mit Cumulus zentral steuern und kontrollieren können. Niemand muss mehr ein verpixeltes Logo verwenden, das er sich irgendwo im Internet gezogen hat“, sagt Thomas.
Das gilt übrigens auch intern. Das integrierte Farbmanagement von Cumulus gewährleistet zusammen mit kalibrierten Bildschirmarbeits- plätzen eine identische Farbwiedergabe, egal ob auf Papier oder Leder gedruckt wird.
In Zukunft soll Cumulus auch das Schuhekau- fen selbst erleichtern. L+L bietet dafür einen Webshop an, dessen Bilddaten ebenfalls direkt von Cumulus bereitgestellt werden sollen.
Dafür haben Michael Klein und Eckhard Thomas bereits die Projektarbeit aufgenom- men. Die Schnittstelle zwischen der Waren- wirtschaftsdatenbank (SQL Progress) und Cumulus werden sie in Eigenregie programmieren.
IT-Fachmann Michael Klein ist sich sicher, für viele Mitarbeiter und Kunden zu sprechen:
„Wenn Sie Cumulus einmal verstanden haben, dann wollen Sie es gar nicht mehr missen.“