WEICON ist überall. Das Gepäckraumrollo für Kombifahrzeuge klappert nicht, Digitalkameras halten viel aus, jede erdenkliche Verbindung von Stahl und Kunststoffen hält dauerhaft, Dächer strahlen in neuem Glanz. Die WEICON GmbH & Co. KG entwickelt, produziert und vertreibt Spezialprodukte für Produktion, Reparatur und Wartung für die Industrie. Das Unternehmen aus Münster beliefert mit seinen technischen Hilfsstoffen Kunden in über 70 Ländern.
Das Angebot des Unternehmens ist derart breit, dass gedruckte Kataloge niemals alle Möglichkeiten zeigen können. WEICON suchte nach einem Weg, Anwendungsbeispiele einfach und für jeden Kunden zugänglich zu zeigen.
Mit Canto Cumulus unterstützt WEICON seine Vertriebsorganisation. Kunden und Interessenten können in einem gesicherten Bereich nach Anwendungsbeispielen suchen. In das digitale Fotoalbum werden täglich neue Bilder „eingeklebt“. Monat für Monat kommen 150 bis 200 Fotos hinzu. Und das ist erst der Anfang.
Kleben, schmieren, dichten, fetten, isolieren. WEICON-Produkte sind unter zum Teil extremen Bedingungen im Einsatz
„Wir wollten, dass jeder Kunde unsere zahlreichen Anwendungsbilder sehen und nach seinen Anforderungen suchen kann, egal ob er in Malaysia oder Münster sitzt“,
beschreibt WEICON-Werbeleiter Martin Krawinkel die ursprüngliche Idee. Nach einem Jahr mit Cumulus sind alle Teile zusammen gefügt..Wer die Webseite www.weicon.de besucht, findet einen Anmelde-Bereich -das Tor zu Cumulus für die Nutzer.
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Umfangreiche Metadaten erleichtern die Suche.
Ob man eintreten darf oder nicht, entscheidet die Marketingabteilung durch Vergabe der Zugangsrechte.
Die Sucheingabe „Stahl auf Kunststoff“ ergibt über 400 gut geklebte Beispiele: vom Gelenk einer Markise bis zum Filter für die Lebensmittelindustrie. Noch leichter geht es mit der Vorauswahl von gängigen Fachbegriffen per Drop-Down-Menü: Aushärtebedingungen, Belastung nach der Verarbeitung usw. Die Vorschaubilder erscheinen schneller, als sich manche Webseite aufbaut. Zusatzinformationen in den Metadaten beschreiben jedes einzelne Problem, das mit WEICON-Produkten gelöst wurde.
So steht unter dem Bild einer Kurbelwelle: „Vorher gelöst mit: Kurbelwelle musste verschrottet werden.“ Jedes Bild erzählt so eine Erfolgsgeschichte. Einen Sprachknopf sucht der Nutzer vergeblich. Eine internationale Bilddatenbank ohne Fremdsprache?
Tatsächlich sind die Texte in deutsch und englisch hinterlegt.
Cumulus entscheidet anhand des PC-Standortes, ob die Ausgabe in WEICONs Muttersprache deutsch oder in englisch erfolgt.
Die Fotos sind vorwiegend Aufnahmen, die über 30 Vertriebsmitarbeiter unterwegs auf ihren weltweiten Dienstreisen machen. Über eine VPN-Verbindung werden täglich neue Anwendungsbilder auf den Server überspielt. Einmal freigegeben, können WEICONs Kunden die neuen Produktanwendungen sofort online recherchieren und sehen.
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Kunden weltweit sehen dank Cumulus die WEICON-Produkte in Aktion (Foto: WEICON)
„Wir haben unser Ziel erreicht, auch wenn die Implementierung etwas holprig verlief“, sagt IT-Spezialist Franz-Josef Plaßmann. Er ist WEICONs Systemadministrator und hat die Implementierung von Cumulus begleitet.
Die besondere Herausforderung bestand darin, nicht nur digitale Assets zu verwalten, sondern diese externen Nutzern über das Internet zugänglich zu machen, ohne Sicherheitslücken zu reißen. Neben der technischen Umsetzung war diese Aufgabe mit einem Wechsel in der Kommunikationskultur verbunden.
„Da prallten zwei Welten aufeinander“,
erklärt Marketing-Mitarbeiterin Sarah de Boer:
„Vor Cumulus war es undenkbar, dass jemand von außen auf einen Server von WEICON zugreift.“
Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung des Online-Moduls vergingen mehrere Monate, in denen WEICON vom Canto-Vertriebspartner dox IT intensiv betreut wurde. So wurden unerwartete Probleme Schritt für Schritt beseitigt. Schwierigkeiten bereitete zum Beispiel die Dateiverwaltung. Vorhandene Bilddateien und Serverstrukturen mussten an die Mac-basierte Umgebung der Software angepasst werden. Vor der Einführung von Cumulus gab es keine Konventionen z.B. für Groß- und Kleinschreibung, Metadaten und Bildformate, eine Aufgabe, die heute von Cumulus erledigt wird. Die Vault-Option, der Datentresor der Software, stellte sicher, dass Originaldateien bei der Umstellung nicht verloren gingen.
Um Vetrieb, Marketing und Administratoren auf die neue Aufgabe vorzubereiten, sind Schulungen auf mehreren Ebenen durchgeführt worden. Da niemals alle Teilnehmer gleichzeitig dabei sein konnten, hatte das Cumulus-Projektteam mit Informationsverlusten und unterschiedlichen Kenntnisständen zu kämpfen. Voneinander lernen und miteinander hineinwachsen war das Motto. Werbeleiter Martin Krawinkel sagt: „Wir haben länger gebraucht als erwartet, um dort rein zu finden, weil wir so eine Asset-Verwaltung zuvor noch nicht hatten. Aber es hat sich gelohnt.“ Die Investition lohnt sich auch langfristig. Genauer als bei einfachen Webseiten kann das Marketing nachvollziehen, wofür sich Kunden interessieren. Welche Schlagworte und Phrasen werden eingeben, welche Bilder heruntergeladen? Die Auswertung solcher Nutzerdaten wird mit neuen Features in den kommenden Versionen von Cumulus sogar noch erleichtert. Mit der Zeit entsteht eine Informationsbasis über Kundeninteressen, die bislang externe und teure Marktforschung erfordert hätte.
Für die Zukunft wünscht sich WEICON eine Web-Oberfläche in Cumulus. Die Kunden sollten sich intuitiv wie in ihrer gewohnten Anwendungsumgebung bewegen können. Daher ist eine Darstellung ähnlich der Verzeichnisstruktur des Windows-Explorers vorteilhaft.
Der nächste Schritt ist bei WEICON bereits geplant. Nach den Erfahrungen mit ihren umfangreichen Bilddaten will die Firma Betriebsanleitungen und Produktbeschreibungen im PDF-Format einstellen. Mit der Volltextsuche von Cumulus können die Kunden dann jedes Detail recherchieren. Nur eins nicht: Warum WEICON so gut wie alles klebt, bleibt ein gut gehütetes Geheimnis des innovativen Industriepartners.